Hundegruppe, Windhunde (Galgos)

Hundegruppen: 10 GrĂŒnde, Mehrhundehalter zu werden

Es gibt dieses ganz bestimmte GefĂŒhl, wenn du die HaustĂŒr aufschließt
 und dir nicht nur ein Paar Augen entgegenleuchtet, sondern gleich ganze Hundegruppen. Plötzlich bist du nicht einfach „wieder da“. Du bist zurĂŒck in der Familie. Und dieses Team hat sehr klare Regeln: Du wirst begrĂŒĂŸt, vielleicht kontrollgeschnuppert und im Zweifel direkt zur Couch eskortiert.

Mehrhundehaltung ist dabei nicht einfach nur „mehr Pfoten“, sondern eher: mehr Dynamik, mehr Beziehung, mehr Management. Aber ja, natĂŒrlich auch mehr Liebe und Herz.

Mini-Disclaimer aus der Praxis: Hundegruppen bedeuten nicht automatisch mehr Harmonie – aber sie können es werden, wenn Struktur, BedĂŒrfnisse und Beziehung zusammenpassen. Und das Gute ist: Das kann man lernen. Schritt fĂŒr Schritt.

Wenn du gerade mit dem Gedanken spielst, dein „Rudel“ zu erweitern (oder lĂ€ngst mittendrin bist), kommen hier meine 10 GrĂŒnde, warum Mehrhundehalter sein so viel mehr ist als „noch ein Napf“.

10 GrĂŒnde, Hundegruppen zu lieben

1. Heimkommen war noch nie so attraktiv.

Du bist nie nur „wieder da“, nein, du wirst sehnsĂŒchtig erwartet! Mehrhundehaltung bedeutet: Du kommst nicht einfach nach Hause. Du kommst ins Team zurĂŒck. Und dieses Team begrĂŒĂŸt dich, als wĂ€rst du gerade von einer Weltreise heimgekehrt – selbst wenn du nur kurz den MĂŒll weggebracht hast. Der Effekt: Dein Tag fĂŒhlt sich schneller „zu Ende gebracht“ an, weil du sofort wieder in Verbindung bist.

Und wenn man schon so herzlich empfangen wird, will man natĂŒrlich auch, dass zu Hause alles halbwegs rund lĂ€uft 


2. Du lernst, zu organisieren (und wirst heimlich richtig gut darin)

Plötzlich kannst du „Logistik“. Leinen, Futter, Ruhezeiten, Gassi – Mehrhundehaltung macht aus dir eine sanfte Projektmanagerin mit Herz und Humor. Das Spannende dabei: Mit klaren AblĂ€ufen wird’s nicht strenger, sondern leichter. FĂŒr alle. Denn Hunde lieben vorhersehbare Muster.

Und wenn Struktur steht, passiert oft etwas Magisches: Hunde orientieren sich aneinander.

3. Hunde bringen sich gegenseitig Dinge bei

Vierbeiner lernen schneller, wenn ein souverĂ€ner Kumpel etwas vormacht. Und auch Regeln in Hundegruppen sind manchmal die besten Lehrer. Wenn du sie fair begleitest, entsteht echtes Miteinander statt „Jeder macht sein Ding“. Mehr Hunde bedeuten automatisch mehr Dynamik, und dadurch bekommst du ein feineres GefĂŒhl fĂŒr Timing, BedĂŒrfnisse und kleine Fortschritte. Und ja: Manchmal lernst du dabei auch, wie schnell man „Stopp“ sagen kann, ohne die Stimme zu heben.

Apropos Dynamik – falls du gern lachst: Dein „Rudel“ liefert zuverlĂ€ssig Material.

4. Du bekommst doppelte (dreifache 
) Alltags-Comedy

Netflix kann einpacken, denn Mehrhundehaltung liefert tĂ€glich neue Folgen: „Der Sockenfall“, „Die mysteriöse KrĂŒmelspur“ und „Warum alle gleichzeitig trinken mĂŒssen“. Und das Beste: Du bist nicht nur Zuschauerin, nein, du bist Teil des Ensembles. Selbst an anstrengenden Tagen gibt’s diese Momente, die dich liebevoll triggern: „Okay
 das ist jetzt schon wieder echt sĂŒĂŸ.“

Kennst du schon mich als „Mehrhunde-Muddi“? Ich nehm‘ dich auf Facebook und Instagram mit in meinen spannenden, meist lustigen und auch emotionalen Alltag.

Und wÀhrend du lachst, passiert ganz nebenbei noch etwas anderes: Du bewegst dich mehr. Viel mehr.

5. Du wirst fitter – aber auf die „Hundegruppen“-Version

SchrittzĂ€hler? Der kapituliert irgendwann. Mehrhundehaltung bedeutet mehr raus, mehr frische Luft, mehr kleine Extra-Runden. Du bewegst dich, weil Leben passiert, und zwar nicht als Pflichtprogramm, sondern weil deine Hundefamilie dich freundlich, konsequent und sehr ĂŒberzeugend daran erinnert.

Kleine Halbzeit-RealitÀt

Mehr Hunde = mehr BedĂŒrfnisse, mehr Management, mehr Verantwortung. Das ist kein Grund, es nicht zu tun. Aber ein Grund, es bewusst zu tun. Mit Plan, fairen Regeln und genug Ressourcen fĂŒr alle. Und genau dieses bewusste Begleiten fĂŒhrt oft zu etwas, das viele Mehrhundehalter unterschĂ€tzen: mehr Gelassenheit.

6. Du wirst gelassener, weil du Konflikte frĂŒher erkennst (und fair lösen lernst)

Blicke, Körperspannung, Abstand – du siehst schneller, was gerade gebraucht wird, bevor es knistert. Mehrhundehaltung ist ein Meisterkurs in Achtsamkeit. Du lernst: Ruhe ist oft eine Entscheidung, und die darf man liebevoll unterstĂŒtzen. Nicht mit „Augen zu und hoffen“, sondern mit klarer FĂŒhrung, passenden AbstĂ€nden, sinnvollen Routinen und dem Blick fĂŒr die leisen Signale.

Wenn du das einmal erlebt hast, verĂ€ndert sich auch deine Beziehung zu deinen Hunden. Sie fĂŒhrt weg vom Einzelkontakt hin zu einem echten Wir.

7. Du erlebst Bindung nicht nur 1:1 – sondern als echtes „Wir“

Mehrhundehaltung heißt nicht weniger NĂ€he, sondern oft: mehr Formen von NĂ€he. Du baust Vertrauen auf mehreren Ebenen. Zwischen dir und jedem Hund individuell, aber auch innerhalb der gesamten Hundegruppe. Das fĂŒhlt sich intensiv und wie Ankommen an.

Damit sich alle sicher fĂŒhlen, braucht es etwas, das in Hundegruppen sofort auffĂ€llt: Fairness.

8. Du hast stĂ€ndig Übung im Thema „Fairness“

Gerechtigkeitssinn wird durch gute Begleitung in Hundegruppen geschĂ€rft. Wer braucht was, wer hat heute weniger KapazitĂ€t, wer darf zuerst
 du wirst erstaunlich klar und liebevoll zugleich. Mehrhundehaltung erinnert dich daran, dass jedes Teammitglied zĂ€hlt. Auch das stille im Hintergrund. Besonders die ruhigen, vielleicht unsicheren Hunde brauchen uns. Und manchmal ist genau das der SchlĂŒssel zu mehr Harmonie: nicht „alle gleich“, sondern jeder passend.

Und dann gibt es diesen einen Grund, der so groß ist und fĂŒr mich seit vielen Jahren als Pflegestelle und aktiv im Tierschutz tĂ€tige Person am meisten zĂ€hlt 


9. Du kannst (wortwörtlich) Leben verÀndern

Wenn du Platz, Zeit und Herz hast, kann Mehrhundehaltung ein kleines Rettungsboot sein. Du schenkst Sicherheit. Und du bekommst Vertrauen zurĂŒck. Gerade Hunde mit Geschichte blĂŒhen auf, wenn sie im richtigen Rahmen ankommen dĂŒrfen. Und du machst auch anderen Mut, weil du zeigst, dass es geht. Nicht immer perfekt, aber machbar. Schritt fĂŒr Schritt.

Am Ende landet all das dort, wo man es jeden Tag spĂŒrt: in deinem Zuhause.

Hundegruppe, Windhunde (Galgos)

10. Dein Zuhause wird wĂ€rmer – emotional und manchmal auch körperlich

Kuscheln bekommt eine neue Dimension. Sofa? Eher gemĂŒtliche, aber riesige Sofalandschaft! Du sitzt nicht mehr, nein, du wirst dekoriert. Und irgendwann merkst du, dass dieses gemeinsame Leben mit einer Hundegruppe eine AtmosphĂ€re erzeugt, die schwer zu erklĂ€ren ist, aber Mehrhundehalter sofort erkennen.

Leben mit Hundegruppen ist kein „Upgrade“. Es ist einfach anders.

Mehrhundehaltung bedeuten nicht automatisch „mehr GlĂŒck“. Sie bedeutet mehr Beziehung, mehr Verantwortung, mehr feine Abstimmung, und sehr oft auch mehr Wachstum. FĂŒr dich und fĂŒr deine Hunde.

Wenn du beim Lesen an mehreren Stellen genickt hast, dann ist das ein ziemlich gutes Zeichen. Nicht, weil du „es einfach machen solltest“, sondern weil du spĂŒrst, worum es geht: Ein echtes Mensch-Hunde-Team zu werden, entsteht nicht durch Zufall, sondern durch gute Begleitung.

Ein kleiner Hundegruppen-Check zum Schluss


denn bevor ein weiterer Hund einzieht, helfen diese drei Fragen:

đŸ”· Haben meine aktuellen Hunde genug Sicherheit, Struktur und individuelle Zeit?

đŸ”¶ Kann ich Ressourcen fair managen (Futter, RuheplĂ€tze, Aufmerksamkeit, Abstand, Training)?

đŸ”· Habe ich KapazitĂ€t fĂŒr die Eingewöhnungsphase – also wirklich fĂŒr das „Ankommen lassen“, nicht nur fĂŒrs „Dabeihaben“?

Wenn du hier ĂŒberwiegend „ja“ fĂŒhlst (oder ein ehrliches „noch nicht, aber ich weiß, woran ich drehen kann“), dann ist das die beste Basis. Denn Mehrhundehaltung darf leicht werden – nicht immer sofort, aber mit einem klaren Weg.

Und falls du merkst: „Ich will das – aber bitte ohne Dauerchaos“, dann ist genau das mein Lieblingsthema: Struktur, Gelassenheit und echte Bindung, alltagstauglich und ohne erhobenen Zeigefinger.

Die grĂ¶ĂŸten Stolperfallen in der Mehrhundehaltung – und wie du sie gekonnt umgehst!

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Christine Ströhlein, Expertin fĂŒr Mehrhundehaltung und Buchautorin

AUTORENBOX

Hi, ich bin Christine Ströhlein – Hundetrainerin, Buchautorin und leidenschaftliche Mehrhundehalterin. Mit meiner eigenen Hundefamilie (sechs Windhunde aus dem spanischen Tierschutz) und der Erfahrung aus ĂŒber 40 Pflegehunden weiß ich, wie herausfordernd – und wie wunderschön – das Leben im „Rudel“ sein kann. Ich helfe dir, Spannungen zu erkennen, klare Strukturen aufzubauen und wieder mehr Gelassenheit in euren Alltag zu bringen – bedĂŒrfnisorientiert, fair und praxisnah, ohne Druck und ohne Dogmen.
Denn: „Harmonie im Rudel ist das Ergebnis liebevoller FĂŒhrung.“

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