Der Tod seines geliebten Familienmitgliedes ist ein äußerst schmerzlicher Prozess und daher das Thema „Wenn Hunde sterben“ eines, mit dem sich kein Besitzer gerne befasst und so lange wie möglich verdrängt. Doch irgendwann stehen wir alle vor der Entscheidung, was wir tun.
Sterbebegleitung, unter anderem mit Hilfe der Tierkommunikation, kann die Situation vor dem Tod, aber auch den Übergang in die jenseitige Welt, im Fall des Falles immens erleichtern. Für beide Seiten!
Ist ein Einschläfern des Hundes notwendig?
Hunde einschläfern zu lassen, wenn sie alt werden, Krankheiten bekommen oder aus menschlicher Sicht keine Lebensqualität mehr besitzen, hat sich in unserer Gesellschaft schon fast als „Standardlösung“ festgesetzt. Tierärzte treffen Entscheidungen über die Euthanasie aufgrund medizinischer Fakten. Aber ist dies auch immer im Sinne des Tieres?
Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes verbietet jedenfalls das Töten von Tieren ohne „vernünftigen Grund“. Wenn wir Menschen unsere Einstellung zum Leben überdenken und somit auch dem Sterben bewusster entgegentreten würden, hätten unsere Hunde wirklich den Partner an ihrer Seite, den sie sich durch ihre bedingungslose Liebe verdient haben.
Jemanden, der wahre Zuneigung beweist, wenn er den Weg mit seinem Tier gemeinsam geht. Dem Tier die Verantwortung für sein Leben zu überlassen, es somit in seinem Sterben zu begleiten und dabei seine Wünsche zu respektieren, ist einfühlsam. Sein Leiden zu beenden, weil man selbst leidet, ist es nicht.
Wenn ein Hund stirbt… die Anzeichen
Sterben vollzieht sich in mehreren Phasen, und nicht immer steht am Ende auch der Tod. Auch ein Zurück ins Leben ist möglich und denkbar. Doch sollte der Weg wirklich mit dem Schritt in eine andere Welt enden, dann ist dies ein ganz bewusster Übergang.
Tiere möchten ihre eigenen Entscheidungen treffen, wünschen sich in den meisten Fällen, von allein gehen zu dürfen, können ihr Sterben steuern. Und der Instinkt, sich dabei zurückzuziehen, wie es viele wild lebende Tiere ganz automatisch tun, schlummert auch heute noch in unseren Zivilisationshunden.
Anzeichen, die wir Menschen daher als Leid oder gar Schmerz empfinden, sind ganz normale und bewusst entschiedene Bestandteile dieser Zeit. Wie etwa das Einstellen der Nahrungsaufnahme oder von Flüssigkeit.
Wenn wir das Sterben und den Tod als Ende des Lebens, aber damit auch einen Neubeginn akzeptieren, bekommt das Thema eine ganz andere Intensität.

5 Sterbephasen
Aus der modernen Sterbeforschung ist bekannt, dass der Vorgang des Sterbens in fünf Phasen aufgeteilt ist. Diese können unterschiedlich lange dauern, bei Unfällen wenige Sekunden oder Minuten, im Normalfall Wochen oder gar Monate. Und nicht immer sind sie von außen betrachtet auch wirklich ersichtlich.
Tiere empfinden, weil sie im Hier und Jetzt leben, dabei keine Angst. Andererseits aber können wir ihnen Angst bereiten, wenn wir ihnen Maßnahmen aufzwingen oder die Phasen zu unterbrechen versuchen. Ein „Du bist frei, zu gehen“, in Liebe loslassen zu können, erleichtert die letzte große Reise für beide Seiten.
Was in den Sterbephasen passiert
Nach Betreten des sogenannten Scheideweges (Phase 1 des Sterbeprozesses), steht der „Rückzug“, der sich unter anderem darin äußern kann, dass der Hund gerne an einer geschützten, etwas abgelegenen Stelle liegt, nicht mehr so viel trinkt und frisst oder die Aufnahme von Nahrung und Flüssigkeit gar einstellt, müde wirkt oder einen intensiven Körpergeruch bekommt. Wenn der Mensch hier seinem Tier volle Unterstützung zusichert und die Situation liebevoll annimmt, ist ein großer gemeinsamer Schritt vollzogen.
In Phase 3, der „Entscheidung“, kann ein plötzliches Aufblühen genauso gezeigt werden wie Schmerzäußerungen. Es ist bekannt, dass Schmerzen an Intensität verlieren, wenn man sie äußert, und somit kann diese Phase als Hilfe zur Selbsthilfe gesehen werden.
Es folgen „Die Klarheit“, in der die Atmung, der Lebenswille erkennbar schwächer wird und Organe ihre Funktion einstellen, da der Körper zunehmend unwichtiger wird, sowie „Der Aufbruch“, dem wir zum Wohle unseres Lieblings in Ruhe und Demut begegnen sollten.
Unser Hund löst sich langsam von seinem Körper und verlässt sein irdisches Leben. Leise Musik, eine Kerze, warmes Licht, Rosenduft, ein Gebet… ein Abschied, der Frieden spenden wird.

Sterbebegleitung – was tun, wenn…?
Den eigenen Hund im Sterben zu begleiten, ist das wohl größte Geschenk, das wir ihm machen können. Es kostet immense Kraft und Energie, und sollte bei Unsicherheiten keinesfalls ohne fachliche Unterstützung vollzogen werden. In allen Phasen können energetische Therapien, z.B. Bachblüten, Homöopathie, Farb- oder Musiktherapien unterstützend helfen.
Außerdem ist vor allem die Hilfe von professionell arbeitenden Tierkommunikatoren angeraten. Die telepathische Verbindung hilft, Gefühle und Gedanken seines Tieres kennenlernen und damit im Sinne seines Lieblings handeln zu können. Es bietet Möglichkeiten, gemeinsame schöne Zeiten noch einmal zu teilen, unter Umständen auch Dinge zu vergeben und bisher Unausgesprochenes auszusprechen.
Tierkommunikation befreit vor allem von Zweifeln und Ängsten. Und wenn bei sehr starken Schmerzen weder Naturheilkunde noch Schulmedizin bzw. eine spezielle Schmerztherapie wirken und seitens des Hundes der Wunsch geäußert wird, ihm zu helfen und den Sterbeprozess zu verkürzen, ist dem Menschen die Last der Entscheidung genommen. Denn viele machen sich im Nachhinein Vorwürfe oder fragen sich, ob sie wirklich das Richtige getan haben.
Die beiden Fotos zeigen meine Hunde Paco und Donna, beide in meinem/unserem Beisein zu Hause friedlich eingeschlafen (Paco am 10. März 2020, Donna am 01. Januar 2021).


Den Hund einschläfern lassen
Eine Euthanasie sollte in Anlehnung an die genannten Sterbephasen zum richtigen Zeitpunkt gewählt werden und mit gewissen Ritualen einher gehen. Ebenso ist der Ort, an dem wir den natürlichen Tod vorwegnehmen, sorgfältig zu wählen.
Die Tierarztpraxis, in der sich unser Hund ein Leben lang mehr als unwohl gefühlt hat, ist dafür nicht unbedingt oberste Priorität. Immer mehr Tierärzte schläfern auf Wunsch aber inzwischen auch im gewohnten Umfeld, dem Zuhause des Hundes, seinem Platz der Geborgenheit ein. So besteht nebenbei auch die Möglichkeit, weitere „Rudelmitglieder“ einzubeziehen, was wiederum dem, der von uns geht, eine große Stärke gibt und auch den hinterbliebenen Vierbeinern hilft, Dinge zu verstehen.
Erkundige dich unbedingt genau darüber, mit welchem Mittel dein Tierarzt arbeitet, den viele Praxen verwenden leider immer noch das Euthanasie-Präparat T61. Dieses ist billiger als echtes Narkosemittel, außerdem ist es als Gift eingestuft und unterliegt somit anderen, gelockerten Auflagen. Bei T61 handelt es sich um einen Atemhemmer, an dem die Tiere zwar einen relativ schnellen, aber sehr schmerzhaften Erstickungstod sterben, auch, wenn vorher narkotisiert wurde.
Weil auch die Muskulatur gelähmt ist, bekommt der Besitzer von den Qualen seines Tieres äußerlich nichts mit. Grausam, darüber nachzudenken, dass wir unseren Lieblingen in der Minute ihres Todes noch unwissentlich schreckliche Schmerzen zufügen!
Im Zweifelsfall sollte man sich von seinem Tierarzt die Ampulle zeigen lassen. Es gibt diverse sanfte Alternativen wie zum Beispiel die Medikamente Eutha 77 oder Release auf Basis von Pentobarbital, die mit nur einer einzigen Injektion narkotisieren und töten.
Was nach dem Tod passiert
Wenn die für uns messbaren Lebenszeichen verloschen sind, ist die Zellatmung weiterhin eine Zeit lang aktiv. Aus diesem Grund ist es wichtig, seinen Hund noch für einige Stunden an seinem Platz ruhen zu lassen, um das, was sich auf der Energieebene abspielt, nicht zu durchbrechen. Ein weiterer wichtiger Grund, eine mögliche Euthanasie zuhause vornehmen zu lassen.
Hier schließt sich dann die Zeit der Trauer nahtlos an, in der alle entstehenden Gefühle zugelassen werden dürfen. Natürlich muss jeder Mensch seinen eigenen und individuellen Weg finden, und gerade bei diesem emotionalen Thema des Loslassens kann man keinen festen Regeln folgen. Aber es lohnt sich, intensiver darüber nachzudenken, wie man diesen letzten Gang seines Hundes begleiten möchte.
Es birgt die Chance zu sehr viel Innigkeit.
Sterbebegleitung wird damit zur Lebensbegleitung, denn Sterben bedeutet Leben bis zuletzt!
Die Hilfe der Tierkommunikation
Ich selbst bin ausgebildete Tierkommunikatorin nach Penelope Smith und sehe die Aufklärung und Sterbebegleitung von Mensch und Hund als wichtige Aufgabe, damit eigene Gefühle nicht über den Willen des Tieres gestellt werden. Tierkommunikation kann hier enorm hilfreich sein.
Literaturtipps zum Thema
- „Tiere erzählen vom Tod“, Penelope Smith
- „Wenn Tiere ihren Körper verlassen“, Sabine Arndt/Petra Kriegel
- „Über den Tod und das Leben danach“, Elisabeth Kübler-Ross
Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?
Spürst du, dass dein verstorbener Hund irgendwie nicht mehr physisch, aber dennoch auf andere Art und Weise weiterhin an deinem Leben teilnimmt? Egal, ob man daran glaubt oder nicht, wir werden unsere verstorbenen Lieblinge immer in unseren Herzen, Gedanken und in unserer Nähe fühlen.
Dein kostenloses E-Book zur Sterbebegleitung
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In meinem über 200 Seiten starken Buch „111 Ideen & Tipps für Mehrhundehalter“ findest du neben ganz viel Alltagstraining auch Tipps wie diese, also zum Älterwerden, für ängstliche Hunde, für Gassigänge u.v.m.



Von Herzen Danke!! Meine Amy, mein 14 Jahre altes Mädchen möchte selbstbestimmt die Räume wechseln, u ich seh mich "unter Beschuss" weil ich sie nicht gehen lasse. Dabei unterstütze ich sie in ihrem,.. u unserem, Prozess… u das ist ne echte Achterbahn. ..8es fällt mir unfassbar schwer zu akzeptieren, "das der Tod die Heilung ist die ansteht"… dennoch respektiere ich ihre Entscheidung, dass sie keine Doktorspiele mehr will.
Dass sie ohne Euthanasie gehen möchte… Ich wünsche ihr u mir, dass sie es alleine schafft u ich sie wirklich unterstütze. Sie darf "den alten Mantel ablegen" u fliegen.
Die meisten Menschen in meinem Umfeld sind der Ansicht ich lasse sie leiden… Ich weiß, dass das nicht stimmt… Trotzdem braucht das "mich erklären müssen" so viel Energie… Es ist so fest in den Köpfen verankert, dass man sein Tier einschläfert. Ich reiche zukünftig einfach den Link hierher weiter.
Herzensdank,
Bibi mit Amy & Nikita
Ganz lieben Dank für diese Rückmeldung! Ja, ich weiß, wie schwer es ist, der allgemeinen Ansicht Stand zu halten, man müsse Tiere einschläfern. Aber alle Hundebesitzer, die ich bisher auf dem Sterbeweg ihres Lieblings unterstützen durfte, sagen einstimmig, wie froh sie über diese letzte gemeinsame Zeit sind. Und wie viel Glück doch in der ganzen Trauer eingebunden sein kann, wenn wir nicht über das Ende bestimmen, sondern dem Leben seinen natürlichen Gang lassen.
Ohne Zweifel gibt es natürlich Fälle, in denen man Hunden Leid nehmen kann. Aber meistens ist es doch der Mensch, der zu früh eingreift, weil er sich den letzten Sterbephasen nicht gewappnet fühlt.
Meine Pepe wird im September 15 Jahre alt und wir hoffen alle, dass wir diesen Geburtstag gemeinsam feiern können. Pepe hat noch viele gute Tage, die wir genießen. Und er hat immer wieder schlechte Tage dazwischen, an denen ich ihn bestmöglich unterstütze. Niemals würde ich auf den Gedanken kommen, ihn gehen zu lassen, weil es beschwerlicher für mich und die anderen Hunde wird. Im Gegenteil: Meine anderen Hunde lernen, Rücksicht zu nehmen auf unseren „Opi“.
Ihnen und Ihrer Amy ganz viel Glück und noch eine schöne Zeit.
Wir haben unseren Max fast 19 Jahre heute morgen um 3uhr zur Regen bogenbrücke bekeitet. Um6 Uhr 30 ist er verstorben.An alle es ist ein schwerer Weg aber wir haben ihm bis zum Schluss bekeitet.
Viel Kraft in der kommenden Zeit!
hallo, bin gerade in der situation meine fast 13 jährige bulldogge zu begleiten. jetzt den 4 ten tag. tierarzt sagte: der tumor drückt auf die lunge, so dass er qualvoll ersticken wird und er denkt, dass es auch jeder zeit passieren kann laut röngenbild. / habe diese auch gesehen.
ich habe nicht das recht über das leben meines hundes zu entscheiden und begleite, wie gesagt den 4 ten tag. wie vom tierarzt angesagt, wird es von tag zu tag schlimmer . butcha hat atemausetze, schappt nach luft etc. echt schlimm an zu sehen, hat einen epileptischen anfall gehabt etc.
es ist harter toback, ich kann doch nicht mein besten freund töten, jedoch kommt es mir nach dem 4 ten tag in den sinn, da er keine luft bekommt und sich quält nach luft.
er wird ersticken… ich stehe so im zwiespalt und bitte um einen objektiven rat.
gottes segen
tom
Hallo Tom,
in der Regel wollen Tiere den Weg alleine schaffen, und es ist toll, wenn sie dabei solche Menschen wie Sie an ihrer Seite haben. Allerdings ist ein Ersticken tatsächlich oft ein Grund, warum ein Tier um Hilfe bittet. Wenn Sie möchten, schicken Sie mir bitte ein Foto Ihres Hundes an info@erlebniszentrum-hund.de und dann würde ich einmal kurz Kontakt zu Butcha suchen und nachfragen, wie er sich fühlt und ob er den Weg so weitergehen möchte. Eine solche Info nimmt immer viel Druck auch bei den Menschen, da man den Wünschen der Tiere – egal in welche Richtung – folgen kann.
Hallo,
Ich bin zufällig auf diesen Beitrag gestoßen. Ich sitze neben meinem Hund, der bald gehen wird. Er ist 16 und sehr schwach. Er frisst und trinkt nicht mehr aus eigenen Stücken. Vielleicht nimmt er mir zuliebe ein Stück vom Leckerli oder taucht kurz die Zunge in den Milchnapf?
Er kann sich kaum auf den Beinen halten, hat Arthrose und kaum mehr Muskeln. In den letzten Wochen hat er wegen Giardien-Durchfällen auch ganz schön abgenommen. Sein Herz schlägt schnell, er hat seit Jahren was an der Herzklappe, er atmet schnell, manchmal hechelt er schwer. Ich spüre, dass er sich auf den Weg gemacht hat.
Am Freitag wollte ihn der Tierarzt einschläfern und hat uns ermahnt, den richtigen Zeitpunkt zu verpassen.
Er hat ihm eine Kanüle gelegt und das hat sich so falsch angefühlt. Wir ließen ihm Kortison spritzen und nahmen ihn mit nach Hause. Gestern kamen alle seine Lieblingsmenschen zu ihm, wir waren in seinem geliebten Wald beim Schnüffeln, bei der Nachbarin hat er sogar kurz mit dem Schwänzchen gewedelt und wie gewohnt einen Keks angenommen….
Dann bricht er wieder in sich zusammen. Meine Hoffnung läuft ins Leere….
Er atmet schwer und plötzlich schaut er mich wieder ganz klar an, will aufstehen, kann ein paar Schritte laufen. Ist es das Kortison oder befindet er sich in der nächsten Phase, wo er sich nochmal mobilisiert? Mag oder kann er noch nicht gehen?
Ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich bin bei ihm. Ich würde mir so sehr wünschen, dass er friedlich einschläft. Die Kanüle unter seinem Verband an seiner Pfote erinnert mich ständig an die Mahnung des Tierarztes.
Danke, dass ich hier das alles schreiben kann. Der Artikel beschreibt eigentlich, genau, was ich fühle und mir insgeheim wünsche. Ich hab das Gefühl, dass ich nicht das Recht habe ihn einschläfern zu lassen, aber andererseits doch auch die Verantwortung trage ihn nicht leiden zu lassen. Leidet er überhaupt? Ich weiß es eigentlich gar nicht genau, ob er nicht einfach die Situation im Moment einfach selbstverständlich hinnimmt.
Ich bin einfach nur traurig.
Herzlichen Dank!
Vielen Dank für Ihren Kommentar! Mein aktueller „Opa“ (Mischling Pepe) wird am 01. September 15 Jahre alt und auch er hechelt, vor allem gegen Abend, extrem. Das sind normale Altersanzeichen, die die Tiere mit Würde tragen. Machen Sie Ihrem Hund die letzte Zeit so schön wie möglich, ein geliebter Wald, seine Lieblingsmenschen, genau solche Dinge. Pepe und ich genießen auch jeden Moment, leben von Tag zu Tag, haben immer wieder sehr gute Zeiten, dann wieder eher schlechtere. Auch das ist normal. Das was Sie schreiben könnte tatsächlich dieses letzte Mobilisieren aller Kräfte sein, nochmal alles aufnehmen und mitnehmen. Mein Paco war an dem Tag, an dem er abends eingeschlafen ist, sogar noch kurze Runden auf unserem Hundeplatz… im Nachhinein denke ich, er wollte sich verabschieden und hat alles, was er noch an Kraft hatte, dafür zusammengenommen. Ich hatte nie das Gefühl, dass er leidet. Auch nicht bei meiner Donna, die zwei Wochen lang auf Nahrung verzichtet hat, bevor sie ging. Auch das normal, Futter ist nicht mehr notwendig, wenn die Tiere auf dem Weg sind. Sterben ist keine Krankheit, sondern ein natürlicher Verlauf.
Ich wünsche Ihnen viel Kraft für die kommende Zeit, Ihr Hund kann sich glücklich schätzen, Sie an Ihrer Seite zu haben.
Hallo, auch ich bin auf der Suche nach dem richtigen Weg auf diese Seite gestoßen. Mein 5 jährige Hündin ist im Juni schwer erkrankt, direkt mit heftigen Symptomen. Verdachtsdiagnose Nierenerkrankung, nicht die typische CNI sondern im Bereich der Glomeruli, der kleinsten Filtereinheit der Niere. Sie hatte heftige Wassereinlagerungen im Bauch durch den niedrigen Albuminspiegel. Eine Anämie und Proteinurie, die sich nicht wieder erholte. Und natürlich o
Im Laufe der Wochen gab es unterschiedliche Phasen, doch sie hat immer gekämpft, dass es weiter geht. Wenn gleich die Blutwerte stetig schlechter wurden. Letzen Woche Donnerstag kam ein erneuter Einbruch und seitdem beschäftige ich mich jeden Tag mit dem Thema, was und wann ist der richtige Weg. Ich würde sie gerne alleine sterben lassen, da ich dem obigen Beitrag voll zustimme. Gleichzeitig kann ich schwer einschätzen, wie sehr sie leidet. Deswegen würde ich mich freuen, wenn mich jemand unterstützt den richtigen Weg zu finden in diesen schweren Zeiten. Es ist so schwer, denn wie schon gesagt, machen sich das die Menschen meist einfach und entscheiden sich zur „Erlösung“.
Bei meiner ersten Hündin hatte ich Begleitung einer Tierheilpraktikerin und sie konnte trotz bösartigem Tumor ohne Eingriff sterben. Ich würde mir wünschen, auch diesmal diesen Weg gehen zu können….
Sie ist gerade einmal 5 Jahre alt, viel zu früh, um sich verabschieden zu müssen.
Man fühlt sich leider sehr hilflos und alleine. Liebe Frau Ströhlein, würden sie mir ihre Unterstützung anbieten?
Ja, ich stehe sehr gerne als Sterbebegleitung zur Verfügung. Generell würde ich dann erst einmal eine Tierkommunikation mit ihrer Hündin anbieten um zu sehen, wie es ihr „aus ihrer Sicht“ geht, ob sie Wünsche hat etc. Dann sieht man weiter. Sollte das in Ordnung sein, können Sie mir gerne eine E-Mail an info@erlebniszentrum-hund.de senden mit Foto und Name der Hündin. Ich würde mich dann wieder melden.
Hallo, unser Labrador Mogli 9 1/2 Jahre hat vor 4 Tagen den aktiven Sterbeprozess begonnen.
Seid Wochen merkt man ihm an das er schwächer wird und zuletzt war er sehr anhänglich, mehr wie sonst!
Jetzt frisst er seid 4 Tagen nichts, schläft viel, taumelt und atmet flach!
Er wollte unbedingt in den Garten und liegt jetzt da und wird immer schwächer. Ich möchte ihm seinen letzten Wunsch erfüllen und ihm an seinem Lieblingsplatz lassen, doch habe Angst das ihm kalt wird oder ich nicht alles tue! Was ist wenn er doch noch Tage braucht? Ich weiß er möchte allein gehen ohne „ Hilfe“ eines Arztes…. doch ihn draußen zu lassen fühlt sich auch nicht richtig an. Wir wechseln uns ab, damit immer jemand bei ihm ist und er genießt es auch. Es tut weh, doch fühlt sich richtig an.
Danke fürs Schreiben lassen und für diese Seite.
Susann
Hallo Susann,
ich selbst bin auch gerade wieder in diesem Prozess mit meinem 15jährigen Pepe, der seit fast zwei Wochen nur noch sporadisch kleine Mengen frisst und immer schwächer wird. Er hatte schon öfters solche Tiefs, aber konnte sich immer wieder rauskämpfen. Diesmal ist es anders und er wird gehen. Das kann ich nicht ändern, aber ich kann für ihn da sein und ihn auf diesem Weg begleiten, wie ich es schon bei Paco und Donna getan habe. Ja, es tut weh, aber es der größte Liebesbeweis, den ich ihm noch geben kann.
Zu Ihrer Situation: ich würde Mogli auch auf seinem Lieblingsplatz lassen, wenn er sich dies so selbst gewählt hat. Eventuell können Sie von unten abpolstern und mit Decken wärmen. Vertrauen Sie darauf, dass Mogli weiß, was gut für ihn ist. Alles Gute!
Hallo, ich habe eine Frage. Frisst und trinkt ein hund in der ersten Phase eigentlich gar nichts mehr oder snackt er noch ab und an menschliche Lebensmittel?
Anfangs stellt er nach und nach das Fressen ein und trinkt irgendwann nur noch, und kurz vor dem Übergang ist dann auch Wasser nicht mehr wichtig für den Hund. Mein Pepe hat 10 Tage vor seinem Tod z.B. das letzte Mal gefressen (eine Packung Geflügel-Mortadella), und 2 Tage vor seinem natürlichen Tod auch das Trinken eingestellt.
Es ist bei uns eigentlich so. Unsere Hündin ist 18 und Freitag kommt der Tierarzt zum einschläfern. Ich weiß nicht ob ich den Termin einfach Absage. Seit Sonntag frisst sie kaum noch was und wenn dann nur menschliche snacks, und das muss auch ständig wechseln. Gestern und heut waren es wieder, wovon sie ein bisschen vorhin erbrochen hat. Seitdem isst sie wieder nichts. Irgendwie weiß ich dass das der stetbeprozess ist weil sie schon lange schlechter frisst u auch nal gespuckt hatte. Giardien hatte sie auch immer mal wieder, die Tabletten dafür konnte sie gar nicht ab. Sie läuft trotz allem manchmal noch ganz fleißig durch die Küche. Ich weiß nicht ob sie schmerzen hat und leidet. Manchmal winselt sie, sie ist allerdings auch sehr dement. Ach wenn sie doch sprechen könnte.
Hallo Frau Flegel,
natürlich sind solche Fragen immer sehr schwer zu beantworten. Und 18 Jahre ist ja wirklich ein ganz wunderbares Alter, nicht viele Hunde schaffen diese Zahl. Nichts mehr – oder nur sporadisch und ausgewählt – ist im Sterbeprozess tatsächlich ganz normal. Winseln kann auf Schmerzen hindeuten, aber auch auf Stress oder – wenn sie dement ist – auf Unsicherheiten, die sich im Alter ganz natürlich ergeben. Vielleicht hilft Ihnen in Ihrer Entscheidung auch mein anderer Blogbeitrag zu Pepe weiter. Er ist am 14. November im Alter von 15 Jahren auf ganz natürlichem Weg verstorben. Wir vermissen ihn sehr, sind aber auch unglaublich dankbar für die so intensive letzte Zeit.
https://ideen-mehrhundehaltung.de/abschied-vom-hund/
Ich wünsche Ihnen für die kommende Zeit viel Kraft!
Liebe Frau Ströhlein, meine Galga ist über 16 Jahre und futtert seit einer Woche gar nichts mehr, vorher nur ab und zu. Es fing schon im September an. Sie kann nicht mehr aufstehen seit ein paar Tagen und für s Trinken halte ich sie aufrecht. Es wird aber sofort gurgelnd als Durchfall ausgeschieden, im Liegen. Es ist schon eine Art Dämmerzustand. Sie hat Leishmaniose seit ich sie habe seit sie 5 Jahre war, die Nieren sind schon lange insuffizient. Im letzten Monat kam auch noch Cauda equina dazu, was die Physiotherapeutin regelmäßig behandelt. Ich würde mir ein natürliches Sterben wünschen. Ich möchte aber nicht, dass sie erstickt. Alle Tabletten gebe ich nicht mehr, auch die Herztabletten nicht. Sie lässt alles über sich ergehen, aber als ich ihr die Tabletten einflößen wollte, hat sie das extrem abgewehrt, wie noch nie. Die Augen haben sich verändert. Ich glaube, dass sie nicht „erlöst“ werden will, aber wie kann ich mir sicher sein? Ich möchte das Richtige für sie. Sie ist der liebste Schatz. Können Sie mir helfen oder jemanden in meiner Nähe empfehlen, der sie mal anschaut? (Bonn)
Hallo Frau Helios, ich antworte Ihnen direkt per Mail, da Sie Ihre Adresse hinterlassen haben!
Meine Hündin ist im September 15 geworden. Sie war viele Jahre lang ein Energiebündel und sehr aktiv. Als Border Collie, ihre Eltern aktiv als Schaftreiber, kein Wunder. Líf hatte immer schon ein „unreines“ Gangbild und Hüftprobleme, nimmt seit Jahren Herztabletten. Seit Frühjahr ´25 konnte sie sich nur noch mit ihrem vierädrigen Rollstuhl bewegen. Inzwischen fehlt ihr die Kraft. Sie liegt, ich richte sie zum Trinken und Essen auf, trage sie raus, seit einigen Tagen trägt sie Windeln.
Aufgrund einer Blasenentzündung nimmt sie derzeit Antibiotika. Diese mag sie nun nicht mehr nehmen, auch nicht ihre Herztabletten. Essen allgemein nur noch wenig.
Dass sie sich auf dem Weg macht, ist seit Monaten erkennbar.
Ich habe immer wieder Momente, in denen ich mir sehr unsicher bin, ob es richtig ist, „abzuwarten“.
Ich bin viel bei ihr, aber es gibt Tage, an denen sie alleine bleiben muss. Ich habe Angst, dass sie alleine ist, wenn sie stirbt. Ich frage ich mich, ob es meine Angst ist, wenn ich nicht da bin oder ob es ihr Angst macht.
Die heutige Nacht war schlimm, nun liegt sie neben mir uns schläft.
Hunde können das gut steuern… wenn sie möchten, dass der Mensch dabei ist, wird es so sein, und wenn sie alleine gehen möchten, dann warten sie auf einen solchen Moment. Ganz wichtig ist, sich keine Vorwürfe oder falschen Gedanken zu machen, wenn der Hund in der Abwesenheit seiner Menschen eingeschlafen ist.
Ganz viel Kraft für die kommenden Zeit!
Liebe Christine,
auch mein Hund befindet sich gerade im Sterbeprozess und ich bin dankbar, diesen begleiten zu dürfen.
Meine Frage an Dich: wie gestaltest Du Deinen Alltag in der Begleitung? Separierst Du im Rudel? Wie arbeitest Du bzw gehst Du mit Deinen anderen Hunden? Ist es in Ordnung, mit den anderen eine Runde zu laufen und die Oma kurz daheim zu lassen? Hast Du dazu Erfahrungen?
Viel Kraft, Sonja, in dieser schweren Zeit. Nein, ich separiere die Hunde nicht, die Familie bleibt auch in dieser Phase eng beieinander. Und es ist auch völlig in Ordnung, mit den anderen einmal allein zu laufen, damit sie (und du) den Kopf freibekommen. Sollte sich deine Oma dann entschließen, zu gehen, wenn ihr weg seid, ist das ihre bewusste Entscheidung. Wenn sie möchte, dass ihr dabei seid, wird sie warten. Beides ist in Ordnung und man darf sich keine schlechten Gedanken machen. Hunde steuern das gut, so, wie es für sie passt.