111 Ideen & Tipps fĂŒr Mehrhundehalter, Buchautorin Christine Ströhlein

Wird einem Tierliebe in die Wiege gelegt?

Ich fragte mich neulich, als ich das Foto von meiner Oma gefunden habe, ob man Hundeliebe – oder allgemein Tierliebe – eigentlich vererben kann.

Stell dir vor: Du bist noch klein, ein Hund tapselt in dein Leben
 und plötzlich fĂŒhlt sich alles ein bisschen vollstĂ€ndiger an. Du weißt gar nicht genau, warum
 aber da ist dieses Ja im Bauch. Manche nennen es einfach „Tierliebe“ oder „Liebe zum Tier“. Ich nenne es oft: Team Hund.

Und dann kommt eben dieser Gedanken: Wird einem das in die Wiege gelegt? Oder wĂ€chst es erst unterwegs, StĂŒck fĂŒr StĂŒck, Moment fĂŒr Moment?

Das Wichtigste in KĂŒrze

  • Tierliebe entsteht oft aus kleinen Momenten: Vorbilder, Geschichten, gemeinsame Erlebnisse.
  • Dein Hund orientiert sich an dir – je ruhiger und klarer du bist, desto leichter wird euer Alltag.
  • Mehrhundehaltung braucht Herz und Struktur: sonst wird’s schnell anstrengend.

Oma Erna, ein Dackel, und ein Samen im Herzen

Meine Oma Erna, auf ihrem Arm ein kleiner Dackel namens „Mozl“ – an ihn selbst erinnere ich mich nicht mehr bewusst, denn ich war gerade einmal zwei Jahre alt, als er ging. Aber ich kenne seine Geschichte aus so vielen ErzĂ€hlungen meiner Mama, dass es sich sehr echt anfĂŒhlt. 

Eigentlich wollte meine Oma niemals einen Hund. Und dann brachten meine Mama und ihre Schwester Elfriede ihn einfach mit nach Hause. Der kleine Kerl hieß ursprĂŒnglich „Mozart“ und der Pfarrer ihrer Kirchengemeinde hatte ihn abgegeben, weil er keine Zeit mehr fĂŒr ihn hatte. Aus Mozart wurde Mozl. Und aus Omas „Ich will keinen Hund“ wurde ganz schnell ein unschlagbares Team.

Meine Mama erzĂ€hlte mir oft, wie meine Oma von meiner eigenen Taufe noch vor dem Kuchenessen aufsprang, weil die Aufpasserin völlig aufgelöst anrief: â€žDer Hund ist weg!“ Meine Oma lief schnell nach Hause, das Herz bestimmt bis zum Hals schlagend. Und wer kam ihr lustig wedelnd entgegen, als er ihre Stimme hörte? Mozl. Er hatte sich „nur“ unter dem Bett versteckt.

Vielleicht war fĂŒr mich genau an diesem Tag schon etwas gelegt.
Ein Samen.

Oma Erna mit Mozl

Vererbt, gelernt – oder beides?

Ich bin mit viel Tierliebe aufgewachsen. Mein Bruder und ich hatten zwar „nur“ Kleintiere, also TanzmĂ€use, Meerschweinchen, Kaninchen oder Wellensittiche.

Aber da war immer dieses GefĂŒhl:
❀ Tiere gehören dazu.

❀ Sie sind Familie.
❀ Sie sind Verantwortung.
❀ Sie sind Herz.

Mit 14 durfte ich endlich meinen ersten eigenen Hund haben, Cockerspaniel Nicki. Und von da an war es um mich geschehen. Diese Liebe war nicht laut (obwohl
 Nicki konnte als waschechter Spaniel doch schon seeeehr laut werden 😉).

Sie war nicht spektakulÀr.
Aber sie war tief.
Sie wuchs.
Und sie hörte nie wieder auf.

Ich glaube, Tierliebe ist selten ein Schalter. Sie ist eher ein leiser Faden, der sich durch unser Leben zieht. Mal startet er mit einem Foto, mal mit dem Geruch von Hundefell, mal mit einer Pfote in der Kinderhand.

Und dann wÀchst sie, weil empathische Menschen in unserem Umfeld es uns vorleben.

Christine Ströhlein mit ihrem ersten Hund Nicki, einem Cocker Spaniel
Mein 1. Hund Nicki

„Team Hund“ beginnt bei dir

Ein Satz begleitet mich dabei immer wieder: „Ein Hund wird sich nur dort wohl fĂŒhlen, wo die Menschen zufrieden mit ihm sind.“ (Zitat Dr. Ute Berthold-Blaschke)

Zufriedenheit heißt nicht „alles lĂ€uft perfekt“. Es heißt: Du bist fair, du hast einen Plan und du bleibst ansprechbar. Hunde lesen uns nĂ€mlich stĂ€ndig – ĂŒber Körper, Atem, Tempo. Und ja: Auch ĂŒber unser inneres „hoffentlich klappt’s“. Daher: Belohne das Gute, bevor es wackelt. Ein Blick zu dir, ein Mitlaufen, ein kurzes Innehalten – genau dort entsteht euer TeamgefĂŒhl.

Heute sind mehrere Hunde an meiner Seite, nie so geplant, aber absolut richtig. Und ich darf sogar mein tÀgliches Leben mit Hunden und ihren Menschen verbringen. Das Leben hat es sehr gut mit mir gemeint!

Danke, Oma.
Danke, Mama.
Und danke auch Papa, der als Bauernhofkind eigentlich „Team Katze“ war, aber spĂ€testens mit meinem zweiten Hund KrĂŒmel auch komplett im anderen Vierbeinerteam angekommen ist.

KrĂŒmel, Hund von Christine Ströhlein
Bayerische Rundschau, 1996

Fazit

Glaubst du, Tierliebe kann in die Wiege gelegt werden? Oder wĂ€chst sie eher durch Geschichten, Vorbilder und gemeinsame Momente? Vielleicht wird sie manchmal „angestoßen“, noch bevor wir es bewusst merken. Aber was daraus wird, entsteht durch deine Entscheidungen!

Und jetzt bin ich neugierig: Wann hat deine Tierliebe begonnen? Gab es so einen „Mozl“-Moment in deiner Vergangenheit?

Das Titelbild dieses Beitrags


 stammt ĂŒbrigens aus dem Video „Meine Galgos – mein Leben“, das du dir gerne ansehen kannst. Es drĂŒckt zu 100% all das aus, fĂŒr was meine Hunde und ich – also wir als eingeschworenes Team – stehen: Harmonie, Freundschaft, Liebe, Vertrauen.

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Christine Ströhlein, Expertin fĂŒr Mehrhundehaltung und Buchautorin

AUTORENBOX

Hi, ich bin Christine Ströhlein – Hundetrainerin, Buchautorin und leidenschaftliche Mehrhundehalterin. Mit meiner eigenen Hundefamilie (sechs Windhunde aus dem spanischen Tierschutz) und der Erfahrung aus ĂŒber 40 Pflegehunden weiß ich, wie herausfordernd – und wie wunderschön – das Leben im „Rudel“ sein kann. Ich helfe dir, Spannungen zu erkennen, klare Strukturen aufzubauen und wieder mehr Gelassenheit in euren Alltag zu bringen – bedĂŒrfnisorientiert, fair und praxisnah, ohne Druck und ohne Dogmen.
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